Schick und Schön

Vergangenen Samstag waren wir im „Design“-Feature in der Südwest Presse – „Wir sind eher so Shabby Chic“ hieß es im Printtitel.

Tatsächlich hat sich einiges seit dem Bezug der Räume getan. Das meiste davon ist Infrastruktur gewesen und fast unsichtbar: Mit Hardware aus Überlassungen konnten wir in wenigen Tagen ein Gigabit-Netz aus dem Boden stampfen, kurz danach gab es ein schnelles, zentral gemanagtes WLAN in allen von uns benutzten Räumen. Mittlerweile funktioniert auch die hausinterne Telefonie – von der im Artikel genannten Feldfernsprechvermittlung 10 OB mit Amtszusatz über das schnurlose DECT-Telefon bis zum IP-Telefon.

Feldvermittlung statt Tischkicker, das wird im Artikel als Kontrast zu Silicon-Valley-Startup-Centern herausgestellt. Und ja, wir haben ganz bewusst nichts von all dem im Haus, was sich üblicherweise in einer firmeneigenen Intrapreneur-Schmiede findet. Johannes Kleske erklärt in seinem Text, warum das Palettensofa als Kreativschmiedeneinrichtung mittlerweile ein recht sicheres Zeichen für Cargo Cult ist – dass heute nachgemacht wird, was 2009 in Startups im Silicon Valley betrieben wurde. In der Regel, ohne dabei zu bedenken, was in den 50 Jahren vor 2009 im Silicon Valley passierte. Stattdessen also der Ackerschnacker, als Einrichtungselement genauso wie als Herausforderung, das Teil mit moderner Telefontechnik zu verbinden.

Auch schon wieder alles anders. Die Würfel haben ihren Gestaltungselement-Zweck erfüllt, und statt Schrankwand ist jetzt Leinwand zu sehen.

Das berühmte Sofa hat @geichris angeschafft, und mittlerweile ist es Teil eines Farbkonzepts von Designerin (nicht Künstlerin! :D) Petra Schmitt. Wer vor dem Verschwörhaus steht, hat das passende Gelb bereits auf unserem Infoscreen gesehen, der (neben der Website) immer über die kommenden Termine informiert. Das von Martin Leibinger entworfene Pixelgrafik-Logo wird von drei Farben ergänzt:

Einmal vollständig aus- und dann wieder einräumen, bitte!
Einmal vollständig aus- und dann wieder einräumen, bitte!

Noch ist lange nicht alles so eingerichtet, wie es sein soll. Nach den ersten großen Umräumaktionen im Sommer und nachdem die erste Infrastruktur im Hintergrund stand, haben wir den Zustand sofort für Inhalt und Programm genutzt, und im Januar und Februar haben wir uns den Tresorraum im Keller vorgenommen.

Das von der Fensterfreilegung inspirierte Stillleben hat es leider nicht in den Artikel geschafft 😀

Für die kommenden Wochen und Monate ist zwar wieder jede Menge Programm und Auslastung im Verschwörhaus geplant, wir haben aber wohlweislich einige Zeiträume für die anstehenden Bauarbeiten im vorderen Teil des Hauses geplant. Es bleibt dabei, dass nichts so bleibt, wie es war – einen kleinen Vorgeschmack bietet schon der gerade laufende Tinkertank-Workshop, der das Haus bereits am Sonntag ganz anders aussehen ließ als im Artikel vom Samstag 😉

Funkenflug

Wir haben neues Equipment: Seit heute nennen wir einen Winkeltrennschleifer (aka Flex) und eine Stichsäge unser eigen.

Egal ob Metall oder Holz: Damit kann geschnitten werden!

Boxenhalter 4.0!!1

Das Schöne daran, einen tollen Maschinenpark zu haben ist, dass auf einmal vieles voll einfach wird. Hier im Haus bekam zum Beispiel ein altes PC-Surround-System von 2001 ein zweites Leben und sorgt seit einer Woche für Musik und Sprachverstärkung im Salon. Die ersten Tage war das provisorisch mit dem original-Lautsprecherständer und einer herumliegenden Super Clamp befestigt. Mit ein wenig Nachmessen und den Erfahrungen aus der CAD-Einführung war aber ruckzuck ein Halter modelliert und gedruckt, der oben auf die Querleiste unserer Leinwand passt und optional mit Klettband fixiert werden kann.

Wer also alte Creative-Satellitenlautsprecher auf eine AV Stumpfl-Leinwand packen will – hier ist die STL-Vorlage auf Thingiverse, und hier ist das Originalmodell auf TinkerCAD. Optimieren lässt sich da sicher noch etwas 😉

Wer selbst Lust hat, mehr über CAD-Modellierung und Fertigungsmethoden zu lernen: Jeden zweiten Montag trifft sich die Arbeitsgruppe CNC-Fräsen und gefährliche Geräte, die sich genau mit solchen Dingen beschäftigt. Schau‘ einfach in unseren Kalender, um keinen Termin zu verpassen!

Viele neue Dinge \o/

In den letzten Wochen kam wieder regelmäßig die Post vorbei und hat tolle neue Dinge geliefert. Teils Leihgaben, teils dauerhaftes Inventar, hier sind die neuesten Zugänge im Verschwörhaus!

Vor einer Woche gaben sich die Lieferdienste die Klinke in die Hand: Zuerst kamen zwei Beamer und Moderationsmaterial für Workshops von Wikimedia Deutschland, und nicht viel später ein von der Stadt bestelltes Sofa, das jetzt als Podcasting-und-Vortrags-Sitzgelegenheit dient:

Wenige Tage später war ein komplettes Siebdruck-Starterkit in der Post. Mit vorerst mal zwei Rahmen, Material zum Basteln weiterer Rahmen, Belichtungschemie und für den Anfang einen Batzen schwarzer und weißer Farbe:

Und heute kam als letzter Streich nochmal ein Kurier vorbei und brachte eine ebenfalls von Wikimedia Deutschland gestellte Leinwand – siehe Titelbild. Einem Vortrag-Erzählabend im Salon steht also nichts mehr im Wege 😉

Beklebte Fenster, Teil 1

Bislang war unser Schaufenster ja nur sehr provisorisch beschriftet – mit Kreidestift, ganz dem Motto „andauernde betaversion“ folgend.

img_8686Seit dem Samstag klebt jetzt – erst einmal auch nur provisorisch – unser neues Bildlogo und ein Schriftzug im Schaufenster. Damit auch alle gleich wissen, was sich denn in den Räumen nun befindet.

img_8687_Danke, Petra und Martin!

Satisfying Video

Es gibt so Dinge, die sieht man sich einfach gerne an. So wie zum Beispiel einen Waschsauger, der einige Monate bis Jahre Staub und Dreck aus dem Boden schlürft.

Dank freiwilligen Wochenendeinsatzes ist das Raumklima jetzt um einiges besser 😀

Neues Werkzeug!

Nach und nach trudeln immer mehr Werkzeuge, Geräte und Prototyping-Maschinen bei uns ein – heute zum Beispiel eine Schlagbohrmaschine zum Material-aus-Dingen-herausmachen und ein 3D-Drucker, zum Dinge-schichtweise-aus-Material-aufbauen. Yay 🙂

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…das soll aber nicht der letzte 3D-Drucker sein, der hier ins Haus kommt – mit irgendwas muss eins aber ja anfangen 😉

Türhaltemagnet, selbstgemacht!

Manche Dinge sind ja nicht ganz so offensichtlich. Dass ein 3D-Drucker zu einem Makerspace, digitalen Bolzplatz oder Experimentierfeld für die Welt von morgen dazugehört, lässt sich aber ganz einfach an unserem Türhaltemagneten erklären. Die Halterung davon war nämlich abgebrochen – Phil hat das kaputte Teil nachvermessen, modelliert und ein Ersatzteil gedruckt. Und jetzt hält die Tür auch wieder wie eine Eins!

Wir *haben* Internet ;)

Eigentlich hatten wir ja bereits zum Einzug am 1.7. Glasfaserinternet im Keller. Aber eben nur die blanke Faser.

Am 8.7. – drei Tage zu spät für den ersten Workshop, aber immerhin gerade passend für das Jugend-hackt-Mentor*innennachtreffen – kam dann auch das Endgerät dazu, damit wir auch was aus der Faser rausbekommen. Blöd nur: In unserem Rack im Keller sind nacheinander ein Singlemode-Patchfeld für den städtischen Anschluss und drei Multimode-Patchfelder für unsere Hausverkabelung aufgelegt. Aus dem SWU-Endgerät kommt aber nur Kupfer raus. Umpatchen von Single- auf Multimode kommt auch nicht in Frage, und ein passendes SFP-Modul für den SWU-Switch war auch nicht da.

Also funkte sechs Tage lang ein Billig-Plasterouter aus dem Keller ein wenig WLAN nach oben, krude an LAN- und Stromkabelverlängerungen gebastelt.

Dank einer Hardwareüberlassung aus Switchen und Medienkonvertern hatte das aber am „Schwörfreitag“ endlich ein Ende, und seither haben wir sowohl im vorderen Teil (der eigentlichen Hausnummer 9) sowohl schnelles Gigabit-LAN, als auch eine vernünftige Glasfaseranbindung vom Keller in den Multifunktionsraum 🙂

 

Für die „Patchpanel“ können wir nichts. Und ja, der Switch ist mittlerweile auch vernünftig verschraubt.

Nur den Plasterouter sind wir noch nicht los. Nichts hält länger als ein Provisorium.